Pressemeldungen

Hier unsere Pressemitteilungen, Stellungsnahmen, Positionen und offene Briefe

21.7.2018, Offener Brief ans RWW
Betreff: Hilfsaufruf zur Bewässerung unserer Stadtbäume

Sehr geehrte Damen und Herren des RWW’s,

es ist Samstag, sonst hätte ich mich telefonisch gemeldet.

Es geht darum, dass Baumwatch.org gestern mit unserer Mülheimer Feuerwehr gesprochen hat, diese zu bitten, wie es unser Grünflächenmanagement auch bereits getan hat, unsere Bäume bestmöglich zu wässern.

Das RWW ist eine entscheidende Größe in diesem Entscheidungsgefüge.

Wir möchten Sie nun aufrufen, unsere Stadt und Feuerwehr zu unterstützen, und über das Einwilligen in die Hilfe hinaus, unseren Stadtbäumen das lebensnotwendige Nass zu spenden!
Eine Spende an unsere Stadtnatur wäre angesichts der Dürre ein feiner Zug.

Die Kostenfrage steht mit Wasser als Wirtschaftsgut zwar im Raum, dennoch ist der Wertverlust angesichts von Dürre, der auf die Allgemeinheit zurückfällt, und unserer Stadt zu Buche schlägt, zu sehen.

Ihre Sorge um ein ggf. braunes Wasser, wie uns von der Feuerwehr mitgeteilt wurde, muss über Öffentlichkeitsarbeit abgemildert werden, wie über diesen Sachverhalt aufgeklärt werden muss (Möglichkeit des braunen Wassers, Grund, Dauer, Bedenken, Eisen etc. als natürliche Mineralien, Umgang mit Mineralien bei Wäsche etc.)

Nur ist diese Sorge realistisch?
Wie oft ist braunes Leitungswasser nach Löscheinsätzen vorgekommen?
Warum scheuen sich andere Feuerwehren anderer Städt nicht?

Heute haben wir mit der Düsseldorfer Feuerwehr gesprochen. Hier ist es durch die Hilfsmaßnahmen zu keinem braunen Leitungswasser gekommen. Das Thema ist aber bekannt, stellt aber kein Problem dar.

Lösung
Braunes Wasser wird verhindert, so die Düsseldorfer Feuerwehr, in dem die Hydranten kurz gespült werden. Und zwar so kurz, dass dies sogar vor Löscharbeiten gemacht wird. Danach ist das Wasser wieder klar.

Wir denken, dass dies sogar einen guten Effekt, weil Reinigungseffekt der Rohre hat.
Also ganz im Gegenteil der Bedenken, sogar eine gute Sache ist!

Wir bitten um Antwort und Rückmeldung zu unserem Hilfs- und Spendenaufruf.

Danke für Ihre Hilfe,
Melanie Wolters
www.baumwatch.org

14.7.2018 PRESSEMITTEILUNG
Betreff: Unbekannte Gefahren der Mode des Zuschüttens

Sehr geehrte Redaktionen,

Baumwatch.org positioniert sich kritisch gegenüber der Mode des Zuschüttens, die sich auch in Mülheim immer weiter verbreitet. Diese Mode stellt ein großes Problem für Mensch und Natur dar, da ökologische Nischen wegfallen, Frischluft nicht produziert werden kann, Trittsteine für Vögel und Insekten bei der Nahrungssuche verloren gehen, keine Filterung von Schadstoffen ermöglichst wird, usw.

Die Gefahren, die die Mode des Zuschüttens mit sich bringt, scheint weitgehend ungewusst zu sein. Menschen wollen hiermit mitunter einfach (!) einen Pflegeaufwand vermeiden, der auf lange Sicht gar nicht unbedingt gegeben ist.  Das es hier sogar zu Schaden und zu weitreichenden Problemen für unsere Stadtökologie kommt, die auch von Kleinstflächen abhängig ist, scheint unbekannt.

Gerade andersherum würde ein wenig Mut zu wertvollen Pflanzen und auch ein wenig unangetasteter Wildwuchs unsere Stadtnatur aufwerten und helfen, das Insekten- und Wildblumensterben etwas entgegenzuhalten. Jede kleine Fläche zählt!

NABU gibt Informationen dazu:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/naturschutz-im-garten/23829.html

Melanie Wolters
Baumwatch.org

8.6.2018 PRESSEMITTEILUNG
Betreff: Beschädigtes Naturdenkmal, keiner kümmert sich.
Baufirmen ist der Altbestand völlig egal

Sehr geehrte Damen und Herren der Redaktionen,

wir, Baumwatch.org, sind bzgl. eines Naturdenkmales informiert worden, was durch Bauarbeiten beschädigt wurde.
Hier haben sich die über das Treiben entsetzten und besorgten neunjährigen Mädchen Hanna und Hanna eingesetzt, und in der Rodungszeit des Dennebüschkens über 100 Unterschriften gegen die Abholzung und weitere Abholzung des Waldes in der Nachbarschaft gesammelt. — „Wo soll der Fuchs jetzt wohnen?“ Die Mutter rief uns heute an.

Ein Termin mit der WAZ befindet sich wohl in der Warteschleife.

Jedenfalls wurde am Nachbarsweg 82a ein Baumdenkmal beschädigt. Das Baumdenkmal ist nur waldseits zu erreichen. Hier entstehen neue Doppelhaushälften. Wer die Baumfirma ist, erfahren wir in Kürze.

Baufirmen ist der Altbestand völlig egal

Es ist das alte Problem, dass Baumbestände und Natur im Allgemeinen bei Bauvorhaben nicht geachtet werden. Hier könnte von Anfang an integrativ gedacht, geplant und gehandelt werden. Natürlich können nicht alle Bäume und Pflanzen erhalten bleiben, wenn nunmal gebaut wird. Aber es kann definitiv schützend und erhaltend MIT den Bestand geplant werden, und muss nicht immer alles komplett gerodet werden, nur weil es dann für die Maschinen einfacher ist.
In dem Fall ist ein Teil des Dennebüschkens aber schon passé, weil es einfach immer sehr schnell geht, und der Mensch machtlos davor steht, wenn die Werte einfach kalt vernichtet werden, weil man es halt so macht.

Hier stellt sich ein ganz grundlegendes Problem des (Um)Denkens.
Wie kann besser integrativ mit vorhandenen Werten umgegangen und gebaut werden?

Markus Bau an der Friedhofstraße

Auch Markus Bau an der Friedhofstraße hat lieber einfach komplett gerodet, und wirklich Nichts!!!!!! stehen gelassen. Verkauft das Ganze dann noch platt als „wohnenswert“ auf seinen Schildern. Wobei gerade das schützende Grün der Nachbarn einfach gerodet wurde! Wohnens- und lebenswert sind Grundstücke MIT Grünwerten. Die neuen Eigentümer können ersteinmal Jahrzehnte warten, bis ein Baum ihnen Trost bei Hitze und Hitzespitzen, nistende Vögel, Schall- und Feinstaubschutz, und Grünästhetik bietet.

Tatbestand, ein Naturdenkmal zu beschädigen, ungesühnt

Wichtig wäre es im Falle des beschädigten Baumes jedoch, den Baum erstzuversorgen, d.h. seine Wunden zu behandeln. Hier ist seit Wochen Nichts geschehen. Von Erstversorgung, wie diese zum Schutz des Baumes nötig gewesen wäre, kann ja aufgrund des Versäumnisses nicht mehr die Rede von sein.
Zudem kann dieses Verhalten, ein erklärtes Naturdenkmal zu beschädigen, ja nicht ungesühnt bleiben. Ein Naturdenkmal hat einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert, und es ist kein gutes Zeichen, dass diese Kollateralschäden vom Bau einfach hingenommen werden. Die Verantwortlichen sind ausfindig zu machen und zur Verantwortung zu ziehen.

Vielen Dank,
Melanie Wolters
www.baumwatch.org

 

6.2.2018, PRESSEMITTEILUNG
Betreff: Mahnwache Mammutbaum der GS Heinrichstraße

Zielsetzung der Mahnwache:
Es geht bei der Mahnwache einmal darum, den von der Säge bedrohten Baum zu ehren, seines Wertes zu gedenken, wie auch darum, auf Probleme grundsätzlicher Art hinzuweisen.

Die Vielschichtigkeit und Grundprobleme sind in der Berichterstattung bislang nicht deutlich geworden. Verflachung tut dem Thema nicht gut. Es sind neben der Vielschichtigkeit mehrere Interessen zu wahren, und in einen gesunden Interessensausgleich zu bringen.

Es ist ein gefährliches mangelndes Bewusstsein und Wissen, gerade was die Leistungsfähigkeit unserer vielfach bedrohten Stadtbäume angeht, auf nahezu allen Seiten zu beklagen. Schließlich hängt auch die Gesundheit der Schüler an einem gesunden Umfeld, nicht nur im Denken und Handeln, sondern auch ökologischer Art. Umweltschutz ist auch Menschenschutz. Das sind ganz allgemeine Themen. (Stadtklimaschutz, Schadstofffilerung, Erosionsschutz, Artenschutz, Sauerstoffproduktion, Schallschutz, Verdunstungskühle, Sonnenschutz, kultureller, ästhetischer, sozialer, psychosozialer und geschichtlicher Wert…)

Die Sorge der Eltern kann ich, Melanie Wolters, verstehen. Ich habe selbst ein Kind und bange auch um einen Betreuungsplatz. Den Ausbau vom OGS finde ich gut, auch wenn hier Vieles noch in der Entwicklung steckt. Doch sollten auch Kinder Sensibilität für Ihre Umwelt auf ihrem Weg vermittelt bekommen.

Der Architekt wird am 6.2. in der Sitzung der BV1 nochmals auf Integrationsmöglichkeit des Mammuts hin befragt. Es kam ja ebenfalls aus den Reihen der Stadt selbst, hier nochmal in Revision zu gehen, und das Ganze zu prüfen. Nur das Politik, Verwaltung, Bürokratie sehr lange für Entscheidungsprozesse brauchen, ist nicht nur den Mammutbefürwortern anzulasten, sondern liegt in den stadtinternen Entscheidungs- und Planungsprozessen von Anbegin an selbst.

Baumwatch freut sich über die erneute Prüfung der Integration des Baumes, wie auch ü.d. Integration zukünftiger Bäume wie stadtklimaschützendes Grün in Bauvorhaben.

Wir fordern hier einen Wandel!

Das Problem fängt bei der Planung an. Hier können von Anfang an sensiblere Ausschreibumgen aufgesetzt werden, sensiblere Architekten beauftragt werden, die größtmöglich mit Grün und Baum planen, entwerfen und umsetzen. Konflikte können so bestmöglichst vermieden werden.

Dann gibt es eine Regularie, die besagt, Grundschlulen dürfen nicht mehr als zweigestockig sein. Dadurch, dass die Schule bereits deren Keller für Unterricht nutzt, müssen die Kinder hier bereits auch mehrere Stockwerke laufen. Es gibt halt Regularien, die in besonderen Fällen anpassungsfähig sein sollten. Im Falle der Leineweberstraße hat die Stadt sogar das Naturschutzgesetz gewusst zu umgehen und auszuhebeln!

Mammutbäume sind sehr faszinierend, und es ist nicht grundlos, das eine Fällung – neben den anderen Fällungen – betrauert wird. Es zeugt von Sensibilität und Achtung unserer Umwelt gegenüber. Die Bäume können nicht für sich sprechen, wie auch Kinder, insbesondere kleine, es nicht können, und wir für sie sprechen müssen, weil es sonst keiner – oder nur wenige – tun.

In der besonderen Situation der Schule wäre es schön, wenn – im Falle eines Falles – symbolisch ein Mammut gepflanzt würde, wie Umweltbildung stattfinden würde. Dann wäre meiner persönlichen Meinung nach ein Kompromiss gefunden.

Von der besonderen Situation der Schule abgesehen, stellen sich so Probleme grundsätzlicher Art, mit dem Umgang mit Stadtgrün. Die Schule hat den Vorteil, dass sie an einem Park steht. Andere haben nicht das Glück. Nichtsdestotrotz ist es schön, das Bürger diesen Baum erhalten wollen, und das gewohnte Prozedere betrauern.

Wer sich für unsere Stadtnatur einsetzen möchte, kann gerne dem Forum Baumwatch beitreten. www.baumwatch.org                                   

                                                                                                                  —- Danke

6.2.2018 PRESSEMITTEILUNG
Betreff: Stellungsnahme zur Sondersitzung der BV1

 

Baumwatch freut sich darüber, dass die GS Heinrichstraße eine Schulerweiterung wie ein Blockheizkraftwerk (Fernwärme) auch für die Anlieger bekommt, nachdem diese nach dem Brand der Containerbehelfe jahrelang ohne Hilfe für Ersatz dastanden, und die Kinder des OGS, wie Frau Kibit v.d. Schulpflegschaft sagte, in „Legehennenqualität mit 70 Kindern auf 70qm untergebracht waren. Kann das überhaupt legal sein? Wir fragen uns natürlich, warum hier nicht mit alternativen Räumen früher geholfen wurde? Das Einzugsgebiet der Schulen, und so auch der Druck auf diese, wie zudem der Ausbau der OGS, ist sind ja keine neuen Themen. Wir beklagen diese Zustände ebenfalls. Ursachen liegen weit tiefer und Versäumnisse in der Vergangenheit, als allgemein wie in der Sitzung deutlich wurde.

Die Wurzeln des Übels sehen wir als mehrdimensionales Gefüge. Im Falle der GS Heinrichstraße können wir interessensintegrativ denken, ohne in ein flaches Entweder-Oder-Denken zu geraten, was nur an der Oberfläche kratzt. Wie auch i.d. letzten Pressemitteilung bereits deutlich wurde. Als Übel sehen wir einerseits die unterlassene Hilfe/Zustände der Schulen allgemein und insbesondere der GS Heinrichstraße, die so unter Druck geraten ist, sowie andererseits mangelnden Respekt und mangelnde Vernunft unseren Naturwerten gegenüber, was bei der Ausschreibung der Stadt anfängt, die von Anfang an Wert auf bestmögliche ökologische wie wertintegrative Planung setzen könnte.

Wenn die CDU die Reduzierung der Diskussion der letzten Tage auf den Mammutbaum beklagt, fragen wir uns, ob die Grundproblematik des großen Ganzen immer noch nicht deutlich wurde. Wenn andererseits die FDP – wie die Grünen auch – sich dafür aussprechen, „ökologische Nachteile zu kompensieren“, und sogar für eine „Aufforstung auch der Laubbäume an der Straße“ (Herr Pickert) sind, sind wir zuversichtlich, mit den Stimmen aus der BVselbst, hier ein Wertebewusstsein aufkeimen zu sehen. Zu der Bepflanzung äußerten sich Bürger, Anwohner der Autust-Schmidt-Straße, dass diese hier auch notwendig seien.

Den Baum als „Ding“ zu bezeichnenen, wie es auf Plakaten an der Schule geschah, wie als „böser Baum“ zeugt gerade von mangeldem Respekt und auch Wissen darüber, was der Mammut, und allgemein ein Baum, für uns Menschen und Natur leistet. Mit unserer Mahnwache haben wir – wie angekündigt und kundgetan – dem Baum Ehre erwiesen, die Umstände betrauert. Auch wenn schon fast klar war, dass er weichen muss. Die Integrationsbemühungen seitens der Stadt und seitens des Architekten haben unsere Wertschätzung.

Die Darstellung von Frau Kibit, Schulpflegschaft, es sei ein „Unding, Kinder und Baum in eine Waagschale zu legen“ können wir nur bestätigen. Uns kommt es aber auf der Seite derer, die nicht in gesunden Kompromissen denken, so vor, als würden selbst „Kinder und Baum in eine Waagschale“ gelegt. In unserer vorherigen Pressemitteilung wurde bereits unsere Suche nach gesunden Kompromisslösungen im Fall der GS wie auch für die Revision des alten Betondenkens deutlich. Frau Stalleiken, Grüne, sprach sich für „Bildung UND Ökologie“ aus. Diesem UND ist Nichts zuzufügen. Außer zu hinterfragen, was hier von Anfang an besser laufen (lernen) kann. Wir finden, die Zeichen unserer Zeit stehen auf um- und neudenken. Leider ist der Mensch an sich, und so auch Verwaltungs- und Politikermenschen, schwierig aus alten Bahnen neuzubahnen. Unsere Hoffnung auf Vernunft bleibt.

Herr Zeller, der Schulleiter, enttextualisierte meinen Aufruf, den er allen Anschein nach nicht für umsetzungswert hält, „den Kindern einen sensiblen Umgang mit Natur zu vermitteln“, so dass der Sinn des Aufrufes gar nicht mehr rüber kam, wenn dieser ihn überhaupt erreichte. Nach wie vor – und gerade auch aus der Erfahrung des aktuellen Geschehens, finde ich es weiterhin wichtig, den Kindern Sensibilität und Wissen zu vermitteln, was auch konkret mit deren Lebensumfeld und Betroffenheit zu tun hat. Im Falle des Falles des Mammuts hieße das, eben nicht von „das Ding muss weg“ zu sprechen, und einfach zu polarisieren, wie toll es ist endlich bauen zu können, sondern diesen Verlust auch zu beklagen. Umweltbildung, auf ganz praktischer Art und Weise, oder eben Sensibilisierung, kann doch hier ganz unabwegig zum Anlass genommen werden. Wenn jeder immer nur für seine eigenen Interessen spricht, geht der Zusammenhang des Themas und (und Zusammenhalt!) der Bürgerschaft verloren.

Ansätze zur gesunden Stadtentwicklung gibt es zu genüge. Diese werden im Planungs- und Verwaltungsalltag aber nur in gerigem Teil abgerufen. Auch dazu gibt es Forschungen und Belege. Summa sumarum sitzen wir alle in einem Boot! Ob es nur Klima- oder Gesundheits- oder Umweltboot heisst.

Allgemein machen wir uns Sorgen um lebensfeindliche Entwicklungen in unserer Gesellschaft und unserer Stadt, in einer Zeit, wo wir über soviel Wissen und Weisheit verfügen sollten, gerade anders und besser angepasst zu handlen und zu leben, und über das reine Geldwertdenken – wie es auch in Umwelt- und Bildungsfragen immer wieder als Zwangsjacke und Geißel heranzitiert wird – hinauszublicken. So geht es geht auch um die Zukunft der Kinder, gesundes Wertedenken und Naturwissen sinnvoll und angemessen einzubringen, wie auch Baumschutz allgemein als einen wichtigen Teil unserer Stadt zu betrachten. Gerade auch wenn demgegenüber ein Machtgefüge steht, dem diese Werte weniger wichtig sind, sogar wenn es mitlerweile Common Sense ist, bzw. sein sollte und müsste, das der Mensch nicht so weitermachen kann wie bisher, da sonst auch er seine eigene Grundlagenexistenz zugrunde richtet.

Gesunde(!) Kompromisslösungen zu finden, stellt jetzt und in Zukunft eine Herausforderung dar. Unsere Zukunft beginnt im Jetzt. Und hat hoffentlich genug gesunde Luft und Kinder, die etwas daraus machen!

Baumwatch geht es darum, Zeichen zu setzen. Wir verstehen uns als offenes Netzwerk. So stemmen wir nicht nur eigene Projekte, sondern sind auch für die Anliegen unserer Bürger offen. Wie in diesem Fall, als sich Frau Christel Klabuhn, eine Pensionierte Grundschullehrerin, die Fürsprache für den Mammut eingelegt hat, und selbst und mit dem Netzwerk Baumwatch aktiv wurde, und so die Aufmerksamkeit auf beispielhaftes Geschehen lenkt. (Die Grundprobleme hatten wir in der vergangenen Pressemitteilung bereits angesprochen.)

Begrüßenswert sind die Stimmen aus den Reihen der BV1 (20 Personen anwesend, 7 Personen vorne), die sich für einen echten „ökologischen Ausgleich“ (Frau Stalleiken, Grüne) einsetzen, und zwar nicht nur satzungsgemäß „irgendwo in Mülheim“, sondern bestenfalls an der Schule selbst. Womit indirekt Kritik an der Baumschutzsatzung, so, wie sie derzeit besteht und sozusagen runtergekürzt wurde, nimmt. Dadurch dass auch auf weitere ökologische Maßnahmen angesprochen wurden, wie bspw. „Dachbegrünung“, wird einerseits ein ökologisches Ausgleichsdenken auch jenseits rein papierener und enger Baumsatzungsvorgabe gefördert. Wie andererseits unsere Vermutung deutlich wurde, dass Architekten nicht immer mit ökologischen Maßnahmen und Möglichkeiten vertraut sind. An den Äußerungen des Architekten wurde beispielhaft deutlich, dass dieser nicht vom Fach ist, was seine Ausführungen zur Dachbegrünung deutlich werden ließen. Hier gibt es eigens Fachleute, die konsultiert werden müssen, um nicht mit gefährlichem Halbwissen auch aus eigenen Reihen unserer Bezirksvertretung großen Schaden anzurichten wo Gutes getan werden könnte – wachsen und wurzeln könnte!

Zu beklagen ist die Situation der öffentlichen Sitzung als solcher. Hier wird nicht öffentlichenkeitskonform geredet, heisst, es stellt sich nicht jeder in seiner Person und Zugehörigkeit und Zuständigkeit eigens vor, was es erschwert, wahrhaft die Verpflechtungen zu blicken